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Mittwoch, 24. Januar 1996 Saarbrücker Zeitung

Zwei Jungs hatten eine nicht alltägliche Idee

Markus Uhl und Martin Burgard gründeten einen Verein
– SC Moabit besteht aus 23 jugendlichen Mitgliedern



An einem Nachmittag im Januar 1991 lagen zwei Jungs –damals zehn und elf Jahre – im Schnee und langweilten sich. Markus Uhl und Martin Burgard, die beide im Berliner Wohnpark wohnen und eng befreundet sind, heckten an diesem Tag plötzlich aus, einen Verein zu gründen. Die beiden Jungs dachten sich also, so eine Art Straßenclub zu gründen, da sie für einen eingetragenen Verein hätten volljährig sein müssen. Außerdem wären dafür sieben Leute nötig gewesen.
So entwickelten sie aber dennoch eine richtige Vereinsstrategie, so richtig mit Vorstand, verschiedenen Abteilungen usw. Zunächst beschlossen sie, dass Markus der Präsident und Martin sein Stellvertreter wird. Zunächst waren sie ja nur zu zweit. Sie überlegten, welche Sportart man denn machen könnte. Und was lag da gerade bei Jungs näher, als Fußball zu spielen?
Und sehr schnell stand auch der Name des Vereines fest: SC Moabit, weil beide in der Moabiter Straße wohnen. Ihr SC wuchs rasch auf fünf bis sechs Mitglieder an, die natürlich auch einen Mitgliedsbeitrag zahlen mussten. „Zunächst waren dies 30 Pfennig (ca. 15 Eurocent) pro Monat, aber sehr schnell wurde uns der Aufwand zu groß und jetzt erheben wir nur noch jährlich den Mitgliedsbeitrag. Das ist einfacher für uns und natürlich den Schatzmeister (Stephan Schlicker)“, erzählt Markus, der mit Feuereifer bei der Sache ist.
Außerdem gebe es einen Verantwortlichen für die Fußballabteilung, Christian Emser. Für die Tischtennisabteilung, die im Juli 1991 gegründet wurde, hat Martin Burgard, der auch zweiter Präsident ist, die Verantwortung übernommen. Da man mit dem Trend gehe, habe man noch eine dritte Abteilung hinzugenommen: Basketball. Für diese Abteilung ist Christian Prieß verantwortlich. Wer glaubt, er habe es hier mit Jugendlichen zu tun, die die Sache nicht ernst nehmen, der irrt. Und zwar gewaltig.
Die beiden Jugendlichen haben alles fein säuberlich in Ordnern abgeheftet. Alles ist genau dokumentiert und wie bei einem Profiverein organisiert. Zwischendurch geht das Telefon, dann klingelt es an der Tür. Bei Markus zu Hause, wo sich die beiden an diesem Nachmittag treffen, kommt gerade Christian vorbei. Die drei scheinen sich prächtig zu verstehen.

Mittlerweile besteht der Verein aus 23 Mitgliedern. „Und das ist mehr, als wir verkraften können“, so Markus, der weiß, wie viel Arbeit die ganze Sache neben der Schule in Anspruch nimmt. Die Mütter der beiden unterstützen ihre Söhne, wo es nur geht. Schließlich gibt es neben den Turnieren auch Weihnachtsfeiern und ähnliches zu organisieren. Neben dem Kuchen backen stellen die Eltern vor allem die Räumlichkeiten zur Verfügung. „Das ist ein Problem, das man nicht unterschätzen darf“, so der Präsident, der vor allem die Winterzeit beklagt. Im Sommer treffe man sich auf der Wiese oder auf dem Platz bei der Schule, die hinter dem Haus liegt. Fußball spielen ginge dann, auch Tischtennis sei das geringere Problem – im Winter werden die Platten in der Garage aufgestellt.
Da hat es die Basketballabteilung schon schwieriger. Markus: „Wir suchen dringend eine Halle, die wir benutzen dürfen; wir haben auch schon mit der Stadt gesprochen. Doch die ‚richtigen Vereine’ gehen natürlich vor, auch wenn wir bereit wären, uns finanziell daran zu beteiligen“. Dennoch geben sie die Hoffnungen nicht auf.
Was sie sich bisher vorgenommen haben, das schafften sie auch. Zum Beispiel erstellen sie jeden Monat eine Vereinszeitschrift (seit Januar 1992), die in einer Auflage von 30 Stück erscheint. Und da dies auch alles Geld kostet, und nur durch die Beiträge Geld in die Kasse kommt, haben die Vorstandsmitglieder 1994 einen Club der Förderer ins Leben gerufen, der elf Mitglieder hat, die jedes Jahr 36 DM (ca. 18 €) freiwillig bezahlen. „Aber das reicht bei weitem nicht aus“, so Markus, „ allein die Turniere, Urkunden, Preise, Trikots kosten Geld. Deshalb sind wir immer auf der Suche nach Sponsoren.“
Im Sommer feiert der Verein sein fünfjähriges Jubiläum, und da soll natürlich etwas Besonderes stattfinden“, so Markus, „vielleicht Zelten, Kochen, Essen“. Aus diesem Anlass soll eine Festschrift erscheinen, „doch dafür fehlt uns momentan noch die Zeit.“


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